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Mittwoch, 23. September 2009

Energie-Politik in Bulgarien

Nach seiner Wahl zum bulgarischen Ministerpräsidenten am 27.Juli hat Bojko Borissov und seine Minister viele wichtige Institutionen und Staatsunternehmen mit neuem Führungspersonal versehen, auch im Bereich Energie.

Nicht ohne Auswirkungen. Energieminister Traikov wird mit den Worten zitiert, Bulgarien brauche dringend eine neue Energie-Strategie, Er will die in den letzten Jahren geplanten großen Energie-Projekte überprüfen und stellte vor allem die unter russischer Führung geplanten Projekte infrage.

Lediglich die Beteiligung von Bulgarien an der von der EU favorisierten Gaspipeline Nabucco wurde von der Regierung bisher nicht offiziell in Frage gestellt. In Frage steht dagegen das in Planung befindende Kernkraftwerk Belene, das unter Leitung russischer Unternehmen gebaut werden soll, sowie Pipelines für russisches Erdöl.

Europaweit werden der Kernkraft als Brücken- oder langfristiger Zukunftstechnologie sehr unterschiedliche Perspektiven attestiert. Erst kürzlich hatte in Deutschland eine Studie bescheinigt, der Ausbau für Erneuerbare Energien würde in den kommenden Jahrzehnten den Bedarf an Großkraftwerken deutlich reduzieren.

Mittwoch, 29. April 2009

Gazprom-Kooperation bei Pipeline


Das russische Gazprom-Konzern und die Bulgarische Energieholding haben sich über ein Kooperationsabkommen beim Bau der neuen Gaspipeline South Stream verständigt. Das Dokument soll nach Presseberichten in Kürze von beiden Staaten unterzeichnet werden.

Über die Gaspipeline South Stream zwischen Russland und Italien soll Südeuropa mit Erdgas versorgt werden. Die ersten Lieferungen sind für 2013 geplant. Die Leitung zwischen der russischen und der bulgarischen Küste wird dabei auf dem Meeresgrund zum Teil bis zu 2000 Meter tief verlegt.

Dienstag, 18. November 2008

Bulgarien setzt auf Atomkraft

Auf einer Atomenergie-Konferenz in Sofia steht die zukünftige Entwicklung der Atomenergie in Europa im Mittelpunkt. Dazu gehören sowohl Sicherheitsstandarts als auch Kontrolle und Endlagerung.

Nach Angaben von Radio Bulgarien betonte die stellvertretende Energieministerin auf der Konferenz, man wolle die führende Rolle im Energiebereich in der Balkanregion weiter ausbauen, unter anderem durch erweiterte und nachhaltige Entwicklung der Atomenergie.